Aktuelles

Weizen, Wolken und Maschinen

Der Schwerpunkt meiner fotografischen Bemühungen ist eigentlich die Architektur.

Es gibt aber ein weiteres Thema, welches mich fasziniert: die Landwirtschaft, insbesondere die Feldarbeit. Meine Vorfahren waren Bauern, und als Kind habe ich die Arbeit in der Landwirtschaft noch selbst erlebt. Die Gerüche von frisch gedroschenem Getreide oder des Heus, das Tuckern des Lanz-Bulldogs und die erlebten visuellen Eindrücke sind noch heute in mir lebendig. Besonders Letzteres wurde über die Jahre immer wieder wach gehalten, weil mein Vater - auch ein begeisterter Hobby-Fotograf - in den Fünfzigerjahren zahlreiche Bilder gemacht hatte - vom Bauernhof, von den Menschen und von der Feldarbeit. Diese Tradition möchte ich fortsetzen.

Ich lebe auf dem Land und habe dadurch die Möglichkeit, immer dann auf Fotopirsch zu gehen, wenn ich einen Traktor oder Mähdrescher höre, wenn das Licht zum Fotografieren geeignet ist und wenn die Wolkenstimmung ausdrucksstarke Bilder verspricht.

Die vielen hundert Aufnahmen, die ich in einem kleinem Projekt gesammelt habe, tragen den Titel "Weizen, Wolken und Maschinen". Der Weizen symbolisiert die Nutzpflanzen, die die Menschheit seit Jahrtausenden kultiviert und ihr das Überleben ermöglicht hat. Die Wolken, ein wichtiges Element meiner Landwirtschafts-Fotografien, sind die Metapher für die doch so schnelle Vergänglichkeit der festgehaltenen Augenblicke. Die abgebildeten Maschinen zeigen die Bemühungen des Menschen, sich mit seiner Intelligenz die früher noch weit anstrengendere Arbeit zu erleichtern.

Die folgenden Bilder spiegeln einerseits Kindheitserinnerungen wider, sie sollen aber auch die heutige Art der Feldarbeit dokumentieren - mit Eindrücken, die ich erlebt habe.

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Seestadt Aspern - ein neuer Stadtteil in Wien

Die "Seestadt Aspern"  ist ein in Bau befindlicher Stadtteil in Wien. Sie ist aktuell eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas und entsteht  auf dem ehemaligen Flughafengelände der Stadt. Bis 2028 sollen in der Seestadt mehr als 20.000 Menschen wohnen und fast genauso viele arbeiten.

Das städtebauliche Konzept der Seestadt ist auf die Durchmischung von Funktionen ausgerichtet, es soll keine reine Wohnnutzung oder Gewerbenutzung geben. Dadurch soll eine Schlafstadt vermieden und im Tagesverlauf durchgehende Belebung erzielt werden. Der Masterplan für die Seestadt wurde vom schwedischen Architekten Johannes Tovatt erstellt.2007 wurde die Umsetzung beschlossen. Wesentliche Inhalte sind die funktionale Anordnung von Nutzungen und die räumliche Ausgestaltung kleiner wie auch großer städtebaulicher Gesten zu einem urbanen Gesamtkonzept.

Seit mehreren Jahren besuche ich in unregelmäßigen Abständen diese riesige Baustelle. Sowohl die Projektgröße und die architektonischen Gestaltungen, aber auch der Mut, das "rote Wien" in zeitgenössischer und zukunftsorientierter Weise fortzuschreiben, fasziniert mich immer wieder.

Klassische fototgrafische Dokumentationen gibt es zu diesem Projekt natürlich unzählig viele. Deshalb habe ich versucht, meine persönlichen Eindrücke in meiner eigenen bildnerischen Sprache wiederzugeben - duch Verwendung eines traditionellen Gestaltungsmittels: der sogenannten Solarisation. Ich verwende dieses Verfahren im Bereich der Architektur sehr gerne, weil es Linien und Flächen stark  betont, andere Details aber eher zurücknimmt, und damit das Wesen der architektonischen Gestaltung eines Bauwerks hervorhebt. Das gefällt mir!

Hier ein kleiner Ausschnitt meiner Eindrücke.

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